20 juin 2006
- Ein wunderbares Exempel -
....Ende der Ferien, ich ziehe Bilanz.
Ich hoffe, es enttäuscht nicht, wenn ich anmerke, dass ich Schule nicht hasse (oh ich kann mir richtig vorstellen, wie jetzt alle halbwegs Interessierten die Seite wechseln...), sondern mit Ferien und Schule gleichermaßen zufrieden bin, das Countdown-Zählen habe ich schon in der Grundschule aufgegeben, ausser für Weihnachten und meinen Geburtstag, das gehört einfach dazu...damit fühle ich mich angenehm kindlich.
...Kindlichsein, das ist etwas, was ich auch in mehr oder regelmäßigen Abständen unter Beweis stelle, die Erinnerung an heute kehrt zurück, als ich im Flur stand und mit Anna etwa eine Viertelstunde lang Ich-kann-den-Waschlappen-viel-cooler-werfen-als-du gespielt habe...doch ich schweife sichtlich ab
Ferien, genau.
Sie waren auf jeden Fall nicht für umsonst, ich war mit Menschen zusammen, die mir wichtig sind und neue Eindrücke gab es auch in Hülle und Fülle, meine Gedanken ziehen in Richtung Nord-Ost, im Klartext nach Leipzig. Doch genauso freue ich mich auf "Zurück-zum-Alltag", a.k.a. Schulzeit. Entweder vergesse ich immer wieder die Furchtbarkeiten des Schulmädchen-Daseins, oder aber es ist wirklich nicht so schlimm, jeden Tag in der näheren Umgebung von interessanten bis lieben Menschen zu sein und dem ... zugegeben manchmal langweiligen Unterricht zu folgen.
Gern würde ich noch ein bisschen schwärmen, doch dann würden selbst die allerletzten tapferen Leser diese Seite verlassen, das möchte ich nicht riskieren, wo meine Gedanken doch so furchtbar wichtig sind (ähem ähem)
....schrieb ich vor 3 Tagen. Meine Finger tippten diesen Eintrag, ohne lang stocken zu müssen kam es aus mir heraus. Aus mir? Hm. Zum Vergleich, Anna's Blog . Ich weiß nicht, wie ich sagen soll- ich verabscheue es, ich mag es nicht, dass ich mich so stark angleiche und mich mit fremden Arten vollsauge wie ein Schwamm. Das bin doch nicht ich.. siehe vorheriger Eintrag.
waslässtsichdazunochsagen.
P.S.: Jetzt ist wieder Schule, und das erste was ich heute (Tag 2, ZWEI) tue, ist, die ersten drei Stunden Unterricht mehr oder weniger zu schwänzen, um der Deutschschulaufgabe zu entgehen...hach
20:35 Publié dans Mir selbst zugehört | Lien permanent | Commentaires (2) | Envoyer cette note
13 juin 2006
Gibt es..?
Gibt es wirklich Menschen, die sich so leicht verbiegen können wie Gummi? Die sich genau dem anpassen, was ihnen gegenüber ist? Die tausend Facetten haben und auch Persönlichkeit, aber je nach ihrer Umgebung zu vollkommen anderen Menschen werden?
Kaum wiederzuerkennen.
Wechselnde verzerrte Masken; eine für die Schule, eine für die beste Freundin, den besten Freund, eine für abends zum Weggehen, eine fürs Alleinsein, eine für den Jungen, den du magst, eineeineeineundnochtausendandre.
Was sind das für Menschen? Sind sie so einfühlsam, dass sie sich so stark auf eine Person oder die Umgebung konzentrieren, dass sie sich ihnen anpassen?
..oder haben sie zu wenig Persönlichkeit, um sie selbst zu sein. Wissen sie nicht, wer sie wirklich sind.
Sind sie glücklich. Nicht nur an der Oberfläche schürfendes Glück, sondern tiefsitzendes. Das weiß ich nicht.
Wie eine Kerze aus Wachs, die bei Kälte starr und bei Wärme biegsam wird. Und im kalten Zustand so zerbrechlich, wie sie im Warmen biegsam ist.
13:47 Lien permanent | Commentaires (2) | Envoyer cette note
12 juin 2006
..*.When the last Eagle flies.*..
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Zudem verdeutlicht Schmendricks Entwicklung eine Philosophie des Films über Fantasie und Magie in der realen Welt: Der Zugang zu Magie und Zauber, zu „Wundern“ ist möglich, wenn die eigenen Gedanken nicht auf eine bestimmte Sichtweise fixiert sind, das Glück nicht „gezwungen“ und kontrolliert wird, der Glaube an die eigene Kraft hoch ist und ein konkreter „guter Wunsch“, zum Beispiel aus Liebe, besteht.
Glück.Kraft.Liebe.Wunsch.Sehnsucht...Leidenschaft.
Vielleicht nur ein Kinderfilm für manche, aber beim bloßen Anblick dieses Bildes bekomme ich eine Gänsehaut, dieses Glücksgefühl-Ziehen im Magen. Ein Film, der im allerreinsten Sinne des Wortes einfach nur wundervoll ist.
...dieaugenschließenundsichvompurenglückübermannenlassen...
Ein Ausdruck meiner kindlichen Gegenwart in der Zukunft.
16:20 Publié dans Mir selbst zugehört | Lien permanent | Commentaires (0) | Envoyer cette note
11 juin 2006
.. mehr als Tausend.
23:35 Publié dans Aus dem Fenster geschaut | Lien permanent | Commentaires (1) | Envoyer cette note
07 juin 2006
Auszug aus dem Tagebuch, geführt während dem WGT Leipzig
Samstag, 3. Juni Teil II von: Leben und so in Leipzig
02.30 Uhr (also eigentlich schon Sonntag)
Wegkomplimentiert von dem ... eindrucksvollen Konzert, zu dem ich nur aus einem Grund gegangen bin..
Es war proppenvoll und so schwarz wie die Anfangssequenz aus Blade- so kommt es mir im Nachhinein jedenfalls vor. Während ich schreibe, höre ich Schreie und viel zu laute Musik. Oder so. Techno eben..
Hab mich heute Morgen doch tatsächlich in einer Gemeinschaftsdusche gesäubert, das will ich nie wieder tun; ich hatte jede einzelne Sekunde Angst, dass jemand reinkommen könnte, was Gott sei Dank nicht passiert ist.. [Anm.: Ja, ich musste noch 3 Mal da rein und hatte übermenschliches Glück, ich bin dankbar, dass nie jemand kam!]
Zu meinen heutigen Errungenschaften zählen ein Gürtel im Schachbrettmuster, ein Lederbändchen, das ich irgendwo fand und einfach mitgenommen hab, lila Ohrstecker in Totenkopfform, schwarz-lila Würfelhaargummis, ein echtes RedHotChiliPeppersPädsch und weitere nette Bekanntschaften. [Anm.: Ja ich weiß, es langweilt, zu lesen, aber da muss man eben durch]
Es tut gut, wenn man wie hier einfach jeden duzen kann und merkt, dass auch diese Menschen einfach nur Menschen sind. Ich fände es bedrückend, dauerhaft in dieser Welt zu leben, aber es macht sie glücklich, das kann und konnte ich schon sehen. Diese Charakterstärke, Fantasie und meist fröhliche Dunkelheit, das sind Gefühle die ich spüre, die bei ihnen allen mitschwang, es ist atemberaubend. Ich will diese Erfahrung um nichts in der Welt missen und ich freue mich, diesmal bewusst weiter zu erfahren und zu leben.
Mein Verkauf bei Wacken steht sogar zur Diskussion. Wahnsinn. Leben. [Anm.: Ok, nächstes Jahr erst, aber hey: Leben!]
Der Verkauf macht Spaß- noch lernen, wie das mit den Piercings geht und voilà! [Anm.: Ich habe es nicht auf die Reihe bekommen]
Seit gestern Nachmittag bin ich fix und fertig wieder zurück, es war anstrengend, aber ich vermisse es schon seit wir losgefahren sind. Der nächste Event, bei dem ich wieder verkaufen darf, ist M'Era Luna Anfang August, ich bin gespannt. :) Jedes Mal, wenn ich gestern oder heute jemand gesehen habe, der völlig schwarz gekleidet war, musste ich dieser Person einfach zulächeln- doch im Gegensatz zu Leipzig lächelte hier niemand zurück. Das hat mich wieder runtergeholt.. und ich finde es so traurig. Warum kann die Welt kein Lächeln zurückwerfen?
~Der Event~
~Der Stand~
~Die Fotos~
~Die schwarze Version von Ikea~
~Die Kleidung~
17:45 Publié dans Aus dem Fenster geschaut | Lien permanent | Commentaires (0) | Envoyer cette note
27 mai 2006
...und ich male uns beide als Umriss aus Kreide
War das die Sache wert?
Dass du mich so verletzt?
Hast du mir doch zu Lieben gelehrt-
Und mich auf Wolke sieben versetzt
Das ist dir jetzt egal?!
Bin vor Tränen aufgelöst
Nurnoch zweite Wahl
Voll und ganz entblößt
Für dich hätt ich ein Einhorn gesucht
Und auch das Paradies gefunden
Hätt sogar den Gott verflucht
Für nur eine deiner Stunden
Dieses Gedicht habe ich vor fast anderthalb Jahren geschrieben, in einer Phase, in der ich jeden Tag vierfünfsechs Seiten schreiben konnte und noch vor Kreativität übergesprudelt bin. Diese Phase dauerte etwa eine Woche... zurück bleibt ein Block, gefüllt mit in Worte gefassten Emotionen und einem starken Teil meiner Persönlichkeit. Jedes Mal, wenn ich ihn durchblättre, ist es, als würde ich ein altes, zurückgelassenes Ich treffen, das ich freudig in die Arme nehme, um es beruhigt weiter ruhen zu lassen.
Ich denke so oft daran zurück und lese meine Lieblingswerke, sehe meine Hände vor mir, die so schnell mit dem Bleistift über das karierte Papier glitten und weiß noch ganz genau, wie ich bei jedem der Gedichte dasaß, was ich anhatte, was ich fühlte, wer ich war.
Und dass ich es nicht mehr bin. Die Hand, vor Jahren in Ton gedrückt um einen Abdruck zu hinterlassen... du läufst vorbei und legst deine Hand auf den Abdruck von damals. Und es passt nicht. Dieselbe Hand, aber gewachsen und gestärkt.
Du erkennst mich nicht wieder
Allein.
Mein Gesicht sei noch gleich, doch du weißt nicht, ob das reicht, um nicht alleine zu sein.
All-ein. Alles eins.
Danke.
22:00 Publié dans Zusammengereimt | Lien permanent | Commentaires (0) | Envoyer cette note