05 janvier 2007
Mein kleiner Leut
Kurzer Blick auf die Uhr. Nicht die Neue.
Wenn ich auf die Zeiger starre, fangen sie in meiner Fantasie auf einmal an, rasend schnell zu rotieren
Und machen Halt, auf den Tag genau vor einem halben jahr.. also knapp 365 mal rückwärts gelaufen.
Ich erinnre mich an kleine pinke Päckchen mit Schneemännern auf dem Einwickelpapier, im Hochsommer. Und seltsame Bücher von noch seltsameren Autoren, ach.
Irgendwie ist so ein Sommer schon wirklich wirklich toll
Ein Sommer, geprägt von den Menschen, die gemeinsam mit Seifenblasen, Kameras und Blumenketten passiert sind, ach.
ach!
In letzter Zeit lächle ich nur, wenn ich an die Vergangenheit denke.
Aber in einem halben Jahr werde ich wieder hier sitzen und schreiben und denken und ich möchte auch diesmal wieder lächeln-
Dési wird groß.
Mit den Leuten, mit denen sie jetzt schon wächst
ganz besonders einem.
mein kleiner leut.
findest du das auch so toll?
Danke.
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Vom 1.1.
Mitternachts am Kranen gestanden, Anna vor mir, Basti und Elmar und tausendandereleute neben mir, am 31., letztes Jahr.
Kein 2007, bitte kein Neu-Anfang, wir standen uns gegenüber und obwohl wir beide den Kopf geschüttelt haben, ging das Jahr.
Jetzt ist es vorbei, das Jahr.
Das Jahr, in dem ichso viele neue und wichtige Personen kennengelernt habe, in dem ich M. hinter mir gelassen habe, und irgendwie K. und viele Leute nah an mich heran und Musik in mir gelebt hat und ich gelebt habe und meine Anna ging (und jetzt kommt sie ja immer)... jaja, das Jahr.
In dem ich in ein anderes Alltagsleben gerissen wurde, ich komplett neu erfunden wurde, von mir selbst, alles in diesem Jahr.
Jetzt war das Ganze letztes Jahr, liegt nun unweigerlich zurück, dieses Jahr, kannst nichts dran ändern an dem Jahr, musst das Buch zuklappen, bist gezwungen ein Neues anzufangen, kannst ihm die gleiche Einleitung geben wie jedes mal, oder neu. Sei froh, wenn du eine Gute schaffst; oder du machst es so wie ich und schreibst und träumst von Einleitungen, Hauptteilen und Schlussätzen, bis es dir zu den Ohren rauskommt- oder: du lässt dir deine Einleitung schreiben.... Naja, wen's glücklich macht. Mich eher weniger, diese Einleitung von anderen.
Mach es so, wie du denkst, ist ja dein Buch. Ich mach jetzt dieses hier zu und hänge den Erinnerungen vom letzten Jahr nach und dann träum ich weiter von schönen Büchern mit gelungenem Anfang.
Vielleicht krieg ich ja mal eine gute Kritik oder sowas...
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20 décembre 2006
Kastenmenschen.
Heute saßen zwei Mädchen am Bahnhof. Auf den mittleren Plätzen einer Vierersitzreihe,metallene Bank. Ihre Rucksäcke auf den Knien, es ist kalt.
Ich konnte hören, wie sie sich unterhielten; die Themen flatterten vorbei wie Blätter von einem Stapel wenn man das Fenster offen gelassen hat...
Durchzogen von immer längeren Pausen, anders als die, die entstehen wenn man sich mit jemandem unterhält, den man noch nicht sehr lange kennt- woran man merkte, dass sie einander vertraut waren-
gelangten sie irgendwanneinmal zu dem Thema Menschen in Kästen.
Würdest du, wenn du könntest, Menschen in kleine Boxen stellen, um eine Weile ganz frei von ihnen zu leben? Das ist nicht böse gemeint. Kannst du? Ich kann. sagte die eine.
...ja, ich kann auch. , antwortete das Mädchen links von ihr.
Ich dachte nach. Ja, auch mir würden ein paar einfallen, von denen ich gern Urlaub nehmen würde- besser: sie in den Urlaub schicken. Mitunter auch Freunde.
Das ließ mich zu dem Schluss kommen, dass das nicht einmal etwas Negatives sein muss, so ein bisschen Ruhe und Erholung von jemandem.
Toll wäre es schon... denke ich bei mir.
Ich habe vergessen, weiter zuzuhören. Als ich wieder aufschaue, sehe ich die beiden in Richtung Gleise rennen.
20:46 Lien permanent | Commentaires (4) | Envoyer cette note
19 décembre 2006
Ein Augenblick
Wir haben eine neue Uhr.
Nachdem unsere alte stehen geblieben ist und sich weder durch Gewalt noch Fluchen noch neue Batterien noch heimliches Gutzureden reparieren ließ und Bekanntschaft mit dem Mülleimer machen musste, wurde es Zeit für eine neue.
Das war für uns alle nicht sehr leicht. Wie meine Mutter mir gerührt erzählte, erwarb sie unsere schwarze Quartzuhr mit goldenen Zeigern aber dafür ohne Ziffern in der Zeit kurz vor meiner Geburt in einem Kurort. Ich nehme an, wäre meine Erzeugerin damals nicht bis oben hin gefüllt mit Muttergefühlen gewesen, hätten wir wohl schon längst eine neue Uhr gekauft, auf der auch ungeübte Augen erkennen, ob es 4 oder 5; 7 oder 8 Uhr ist. Die neue sieht ihr garnicht mal so unähnlich. Auch schwarz, auch Quartz, aber mit Ziffern und silbernen Zeigern und, meiner Meinung nach, unerträglich laut.
Bei jedem Blick auf "das neue Ding" zucke ich innerlich leicht zusammen; jedes "tick" verärgert mich. Jetzt schon sehe ich mich in einer Nachtundnebelaktion in einem schwarzen Rolli und Hose und rutschfesten(!) Socken auf einen Stuhl klettern um sie mysteriöserweise verschwinden zu lassen. Vielleicht im Fluss versenken oder so.
Wir haben eine neue Uhr. Ich mag sie nicht.
17:33 Publié dans Aus dem Fenster geschaut | Lien permanent | Commentaires (0) | Envoyer cette note
24 novembre 2006
Sommer. herzschmerzlichst vermisst
23:37 Publié dans Mir selbst zugehört | Lien permanent | Commentaires (0) | Envoyer cette note
17 novembre 2006
Humpf
Was versuchte ich, das zu geben was andere mir bringen
Das Verbringen mit dem Gesuchten wurde mir vergeben
Während ich vormichhinschwelge in einem Strudel aus Wortfetzen
Die in meinem Kopf umherhetzen
Sich gegenseitig bekämpfen tun
Machts mir unmöglich mich auszuruhn (geschweigedenn meine Gedanken)
Denn Worte sind und Ruhe weilt nirgends
Während durch das irgends überall
Der Verstand noch mehr zerrüttelt wird
Ich mag dieses Gedicht sehr gerne. Es entspricht dem Wort "Wirrwarr" nur zu gut, und passt geradezu perfekt auf all die Gedanken die ich rund um die Uhr mit mir herumtrage- auch wenn es mir heute wirklich gut geht :)
Ich war einfach sehr sehr lange Zeit sehr sehr faul.. es tut mir leid dass der Eintrag auf sich warten ließ (mhm, ist auch an den Kommentar des lieben Schneekätzchens gerichtet) ich denke es wäre auch zu müßig geworden, wenn ich alles aufgeschrieben hätte, was sich denn gerade so verändert, was passiert, und das hätte niemand gern lesen wollen - geschweigedenn ich schreiben
so bleibt mir noch die Zukunft um eventuell enttäuschte Seele zu ent-enttäuschen (aber nicht täuschen, da liegt ja der Unterschied!) und euch ein tolles Wochenende zu wünschen :)
PS: Konzert war sehr nett, je mehr Luf man bekam desto besser wars
PPS: ein Hoch auf Nichtlustig !
PPPS: Wenn sich jemand zu dem Gedicht äußern möchte, egal in welcher Hinsicht, dann fänd ich es toll, wenn derjenige das kommentarisch erledigt.. das wars erstmal :)
13:56 Lien permanent | Commentaires (1) | Envoyer cette note