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23 juin 2007
Es ist kurz vor knapp!
In zwei Tagen schon irre und wirre ich mich durch Hamburg, nebst 33 anderen Spezialisten, von denen mehr als die Hälfte nur darauf aus ist, so betrunken wie möglich zu werden und die AOL-Arena zu besuchen. Da nach Ankunft zurück in Bamberg (auf die ich mich jetzt schon freue) nicht nur mein Geburtstag vorüber ist, sondern so ziemlich auch der Juni, wird der allmonatliche Blogeintrag schon jetzt verfasst und somit der rituelle Zeitpunkt vorgezogen.
Man braucht nicht zu denken, ich sei in dem letzten.. halben Jahr besonders beschäftigt gewesen. Oder dass ich meine Gedanken nicht öffentlich festhalten wollte. Zwar stimmt beides ein wenig, doch im Prinzip war (und werde ich immer sein) ich einfach nur zu faul.. und musste mich mit manchen Gedanken erstmal selbst anfreunden. Teile davon wären auch einfach nur zu unangenehm gewesen. Kurz... man hat nichts verpasst. (Der Besucher, der zufällig gerade hierher gestolpert ist fragt sich wovon ich eigentlich rede, kratzt sich ausgiebig und verlässt die Seite. Meine Fantasie liebt mich.)
Zurückgreifend schiebe ich alles auf meine Kreativität, die unter dem Winter ziemlich gelitten hat, sich jedoch gottseidank langsam wieder re...regenene... äh... erholt hat.
So, gut. Dann lassen wir die Vergangenheit doch mal Vergangenheit sein und blicken gemeinsam in bisschen in die Zukunft.
Irgendwo im tiefentiefen, dunklen Keller wartet auf mich ein großergroßer, dunkler Koffer, der für die nächsten Tage der Bewacher meines Besitztumes wird. Eigentlich wäre mir die Reise relativ gleichgültig, sodass ich mir nicht die Mühe machen würde, pessimistisch zu denken. Schließlich ist es nichts als eine typische Klassenfahrt mit einer typischen Klasse, einer typischen Klassenlehrerin und einem typischen Sportlehrer, der seine typischen Sportlehrer-Macho-Sprüche abfeuert und mit typischem weiblichen Augenrollen kommentiert wird. Jedoch... jedoch! Ja, ich habe das großartige Vergnügen, genau zur Halbzeit unserer formidablen Viaje Geburtstag zu haben.
Und da mir schon seit Beginn meines Lebens klar war, dass dieser Tag, dieser eine kleine Tag im Jahr, für mich immer ein besonderer zu sein hat... bin ich enttäuscht. Ich mag nicht, dass mir der typische Sportlehrer sein typisches Grinsen zuwirft, und ich will nicht die für typisch unbeliebte Lehrerinnen typische Deutschlehrerinnenstimme hören, und ich will nicht, dass mir betrunkene Menschen gratulieren, nicht weil sie mich mögen, sondern weil ich halt da bin. Wahrscheinlich mache ich mir viel zu viele Gedanken über viel zu viele Situationen, von denen einige nichtmal eintreten werden (hoffentlich.. ich verweise auf die Kapazität meiner Fantasie)- aber... ich wünsch mir doch einen schönen Tag, einfach weil ichs gern so hab.
17:45 Publié dans Aus dem Fenster geschaut | Lien permanent | Commentaires (0) | Envoyer cette note