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29 avril 2007

Was noch nachzuholen war...:

medium_kaleidoskop-v.jpgIch möchte gern ein bisschen erzählen, warum es mir grade gut geht und ich elanvoll durch die Gegend hopse.. ein bisschen erzählen von gestern, von mir, von einem Himmel voller Sterne.. undsoweiter :)
Ich komme von einem wunderbaren Abend und einer sehr schönen Nacht in einem kleinen Dörfchen irgendwo hinter tausend anderen Ortschaften, heimchauffiert in einem großen gelben VW-Bus inklusive lieben Menschen und fröhlicher Musik, denn, deeeeenn: aufgrund des achtzehnten Geburtstages einer tolltolltollen Freundin trafen sich gestern viele Leute um zu essen, zu trinken, am Lagerfeuer zu sitzen, Gitarre zu spielen und sich einfach nur zu unterhalten. So viel unterhalten. Und jetzt sitze ich hier, eine Monstersonnenbrille auf der Nase, ein Kaleidoskop direkt vor ebenjener, schöne Lieder hörend... der Sommer ist schon absolut da. Man braucht nichtmal Sonne, um das zu bemerken...

Manchmal frage ich mich, warum so viele Menschen eine Vorliebe für Seifenblasen haben. Oder warum jeder von dem Geruch der Knete fasziniert ist... oder warum niemand genügend Selbstdisziplin hat, sich davon abzuhalten, mit einem Kaleidoskop zu spielen.
All diese Dinge befinden sich zumeist in meiner unmittelbaren Reichweite. Nicht nur Kinder lieben dieses rein objektiv betrachtet sinnlose Spielzeug, erfreuen sich für ein paar Sekunden an schillernden Kugeln die durch die Luft schweben, es ist eine Vorliebe, die insgeheim tausende von Köpfen und Herzen in ihren Bann gezogen hat. Und ich liebe diese Tatsache.

Ein Wochenende später und trotz allem nicht viele Erfahrungen reicher genieße ich die Tatsache, morgen nicht in die Schule gehen zu müssen ... genieße das, genieße das... genieße es, bald wieder mit einer Freundin zu reden, die mir so sehr fehlt, genieße den kleinen Bach aus Buchstaben der direkt aus mir auf das virtuelle Papier rieselt und die verschiedensten Worte formt. Genieße die Sonnenstrahlen, noch ist es nicht zu heiss, und Musik, und meine neue Frisur, wieder monalich selbstgeschnitten. Darauf möchte ich gern noch etwas näher eingehen. Vor etwas mehr als einer Woche, an einem wohligwarmen Donnerstag, ereignete es sich, dass auf einem Hof eine Gruppe von Menschen zusammentraf um etwas Zeit miteinander zu verbringen, herumzubasteln im Dienste der Musik, undsoweiter. Da wollte ein kleines, vertrauendes Mädchen einen Teil seiner Haupthaarfrisur in die ewigen Jagdgründe schicken und legte ihrer Freundin eine große, silbern schimmernde Schere in die Hand. Fröhlich unterhielten sich die beiden, während das Haare Strähne um Strähne kürzer ward und irgendwann einmal die Frseuse abließ vom Kopfe ihres Gegenüber. Sie liefen zu einem Spiegel und freudvoll präsentierte die Künstlerin das Werk. Die Bekünstlerte schlug die Augen auf und...
fand es furchtbar. schrecklich. grauenhaft. Nicht "es", sondern "sich". Tränen flossen, Stimmen überschlugen sich, über Nasen tropften salzige Meere auf die Kleidung... und das tat ja so gut!
Keine drei Tage später steht dasselbe Mädchen vor dem Spiegel und lächelt.
Ich glaube, es sagt "Dankeschön" ...

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